Donnerstag, 26. Februar 2015

Der Alltag

Jeden Morgen stehen wir auf und denken, wieso muss uns das Leben dies antun? Wieso müssen wir aufstehen und in die Schule gehen? Jeder Tag verläuft gleich, wir stehen auf, essen etwas, machen uns parat und gehen dann in die Schule/auf die Arbeit/etc. Auch dort durchleben wir immer das Gleiche, wir haben eine Doppellektion Deutsch, dann Philosophie,…, ist das nicht langweilig? Zuhause bleiben wäre doch viel schöner und das, was man in der Schule lernt, kann man auch zu Hause lernen.

Dann nach der Schule gehen wir nach Hause, essen etwas nach diesem anstrengenden Tag und dann wird der Fernseher angelassen, der bis spät in die Nacht läuft oder wir kommen nach Hause, schlafen und müssen dann den ganzen Abend lernen für eine einzige Prüfung, ist dies nicht verrückt? Für 45 Minuten und nur eine Note? Doch wir tun es, niemand weiss warum, aber jeder macht es. Vielleicht Gruppenzwang oder ist es doch ein Konkurrenzkampf, wer die bessere Note hat? Irgendeinmal schläft man ein und der ganze Alltagstress ist vergesse, jedoch nicht lange, denn um 6:30 läutet der Wecker schon wieder und holt einem aus den schönen Träumen der letzten Nacht.

Der Tag beginnt von neuem und das einzige, das sich ändert, sind die Lektionen in der Schule, der Inhalt bleibt gleich. Wieder die langweiligen Arbeiten, die langweiligen Filme, jeder Lehrer hat den gleichen Stil, keiner bricht aus dem System aus oder macht einen lustigen, spannenden Unterricht mit Experimenten und solchen Dingen. Nicht einmal am letzten Tag vor den Ferien werden gute Filme geschaut oder Spiele gemacht und wenn danach gefragt wird, wird die Frage abgeblockt und der Vorschlag zurückgewiesen mit der Begründung, dass wir mit dem Stoff bis Ende Jahr nicht durchkommen.

Ende der Woche kommt endlich der Erlös vom Schulzimmer, endlich so viel schlafen, wie der Körper nur kann, so viel feiern, wie es die Gesundheit zulässt. Endlich kann sich der Körper fallen lassen und sich ausruhen. Endlich tun und lassen was man möchte, wie man möchte und wann man möchte. Doch nach 48 Stunden ist es wieder vorbei und man sitzt wieder am Pult und muss lernen für einen Test, muss Arbeiten schreiben und abgeben, muss sich wieder konzentrieren und dies tun, was einem gesagt wird.

Jeder von uns denkt, dass er weiss wie man lebt, oder? Und dass Ihr unabhängig lebt und nur das tut, was Ihr wollt? Nein, so ist es nicht, denn hört Ihr in der Schule auf eure Lehrer oder macht Ihr das, was Ihr wollt? Ihr hört auf eure Lehrer genau! Geht Ihr in die Schule, weil Ihr es wollt oder weil Ihr angemeldet wurdet von euren Eltern? Ja, beide Antworten sind hier möglich, jedoch seid Ihr nur in den Kindergarten und in die Schule, weil eure Eltern euch diesen Weg vorgegeben haben und Ihr euch in diesem Alter noch nicht gegen eure Eltern wehren wolltet, denn die Familie ist wichtig und unter keinen Umständen will ein Kind ärger mit seinen Eltern, egal in welchem Alter sie sind.

Doch der Alltag ist wichtig, er nimmt den grössten Zeitraum deines Lebens ein und darum solltest etwas daraus machen!

Donnerstag, 22. Januar 2015

Analyse des Verhaltens zu Beginn des 4. Aufzuges mit Hinweisen auf die Sprache von Leicester


Leicester ist einer der Staatsherren bei Elisabeth und sie vertraut ihm. Andererseits liebt Leicester Maria und möchte sie zusammen mit Mortimer retten. Im 4. Aufzug 3. Auftritt wird Leicester von Burleigh verdächtigt auf Marias Seite zu stehen, daraufhin will Leicester sich vor der Königin verteidigen gehen. Er befürchtet, dass seine Heucheleien auffliegen werden, deshalb lässt er Mortimer als Verräter verhaften, sich selber verrät er nicht. Hier wird klar, dass Leicester alles machen würde, um nicht aufzufliegen. Er will leben.

Mittwoch, 10. Dezember 2014

Werther Parodie vom 10. Julius


Die alberne Figur, die ich mache, wenn in Gesellschaft von ihr, dieser bezaubernden, hochmütigen,  wundervollen, königlichen, arroganten, zerstörerischer gesprochen wird, solltest du mit deinen eigenen Augen sehen! Wenn man mich nun gar fragt, wie sie mit gefällt? – Gefällt! dieses Wort verehre ich, es existiert kein schöneres Wort auf dieser Welt, jenes Wort ist so, so, so… ich weiss auch nicht, es ist einfach wunderbar. Kein Lebewesen, kein Ding, kein Wort ist schöner als jenes Wort, nicht einmal DU Lotte. Wenn dieses Wort mit einer Person wie dir verglichen oder auch nur schon in Verbindung gebracht wird mit dir, dann würde sich dieses Wort verraten fühlen. Was muss das für ein Mensch sein, dem Lotte gefällt, denn Lotte kann einem nicht gefallen, weil DIESES Wort mehr ausdrückt, als Lotte verdient hat. Lotte verdient andere Bezeichnungen, jedoch nicht diese. Gefällt!

Dienstag, 2. Dezember 2014

Brief an Werther

Lieber Werther

Mein lieber Freund, deine Liebe zu Lotte ist krankhaft. Du musst sie vergessen, so geht es nicht weiter! Du musst mal an die frische Luft. Vielleicht würdest du dort deine zukünftige kennenlernen. Zurzeit sind ja überall Weihnachtsausstellungen. Weihnachten ist ja bekanntlich ‘‘das Fest der Liebe‘‘. Dann wärst du endlich wieder fröhlich und sähest die Natur wieder als eine Schönheit. Dann könntest du wieder deiner Leidenschaft des Zeichnens nachgehen. Mit einer neuen, freundlichen, netten, hübschen Frau würde dein Leben wieder Schwung bekommen. Du wärest nicht mehr Suizid gefährdet und würdest wieder Freude empfinden für alles, wofür du jetzt nicht mehr Freude empfindest. Dein Leben würde wieder Sinn machen, denn bei einer Frau wie Lotte wirst du nie landen können. Sie ist vergeben und wird ihren Albert nicht verlassen, egal was du tust. Sie will nur eine Freundschaft, nichts Anderes. Du musst dies akzeptieren, so Leid dies mir auch tut. Du wirst eine bessere finden, ich glaube daran.

Liebe Grüsse
Dein bester Freund

Donnerstag, 13. November 2014

Charakterisierung Werthers



Sehr geehrter Herr Jeschke.




Zurzeit lese ich Johann Wolfgang Goethes Werk „Die Leiden des jungen Werther.“ Im Folgenden möchte ich ihnen den Charakter des Protagonisten vor Augen führen. Da der Roman zur Hauptsache aus Werthers Briefen an seinen Freund Wilhelm besteht, werde ich Sie jetzt ins eiskalte Wasser der Tatsachen stossen.




Ich kann Ihnen weder etwas über sein Aussehen noch sein Alter oder seinen Werdegang berichten. Der junge Werther ist hoch gebildet und entstammt einer Adelsfamilie. Er erhält fortlaufend Geld von seiner Mutter. Der Protagonist, ist ein gefühlsvoller gut gesitteter junger Mann. Gesellschaftlich hoch anerkannt, da er sich bei den Bewohner der neuen Stadt schnell beliebt macht. Auch mit Kinder kommt Werther sehr gut zurecht, wobei er sich jedoch stets selbst als das Abbild des perfekten Menschen darstellt. Er vertritt im Wesentlichen die Grundgedanken der literarischen Epoche des Sturms und Drangs. Er findet grossen Gefallen an Kunst und Natur, aber auch an der Griechischen Sprache sowie an griechischen Dichtern wie Homer, Ossian, welchen er auch ins Deutsche übersetzt. Er neigt schnell zur Reflexion und somit zur mentalen und gedanklichen Erfassung der Welt und ihrer komplexen Abläufe. Der Wissenschaft gegenüber steht Werther mit einer gewissen Missachtung gegenüber, er verlässt sich eher auf seine Gefühle und seine Intuition. Er findet seine Gefühle in der Natur wieder, respektive die Natur ist wie ein Spiegel seiner momentanen emotionalen Lage. Trost sucht der Protagonist stets in der Literatur. Er ist seiner Zeit im Umfang seines gedanklichen Repertoires um Längen voraus. Werther macht während der Geschichte eine emotionale Wendung durch. Vom einigermassen kritischen und lebensfrohen Werther bis hin zum totalen emotional abgewrackten Selbstmörder, welcher sich am Ende, aus Liebeskummer, sogar das eigene Leben nimmt. Seine Absicht ist es kaum, eine bessere Welt zu schaffen, sondern ist darauf ab sein eigenes Glück zu finden und stellt um dieses Ziel zu erreichen stellt er die Verwirklichung seiner Wünsche und Talente in den Vordergrund. “Auch halte ich mein Herzchen wie ein krankes Kind; jeder Wille wird im gestattet.“ 




Jedoch möchte ich Ihnen nicht zu viel erzählen mein Guter. 




Mit Besten Grüssen 




Janina Frank

Donnerstag, 6. November 2014

Komposition des Werkes ,,Polarrot''


Das Werk ,,Polarrot‘‘ von Patrick Tschan hat nur eine Handlung, welche sich mit dem Leben des Protagonisten Jakob Breiter und seiner Gier nach Ansehen und Geld befasst. Die Rahmenhandlung erstreckt sich über den ganzen Handlungsverlauf.

In ,,Polarrot‘‘ fungiert ein distanzierter Erzähler, da so die Leser einen besseren Einblick in das Leben während des Zweiten Weltkrieg erhalten. Die Perspektive des Werkes ,,Polarrot‘‘ ist neutral und personal. Der personale Erzähler vermittelt Einblicke in die Sicht und die Handlungsweisen der handelnden Personen. Zum Beispiel des Protagonisten Breiter.  Als ob er die Geschichte selbst miterlebt hätte. Da in diesem Werk die direkte Rede ziemlich oft vorkommt, existiert neben der personalen Perspektive noch die neutrale Erzählperspektive. Durch den neutralen Erzähler wird beschrieben, was von ausserhalb zu sehen ist.

Direkt existiert kein Höhepunkt, es gibt mehrere erregende Momente welche sich im Endeffekt zu einem gemeinsamen Höhepunkt gipfeln. Breiter beschreitet während des kompletten Handlungsstrangs eine fortlaufend steigende und fallende berufliche Karriere, vom Kutschfahrer in einem noblen Hotel bis hin zum Farbtransporteur für das Polarrot der Nationalsozialistischen Einheitsflagge.

Im Mittelpunkt der Handlung stehen seine diversen Berufe und Entlassungen sowie der andauernde Schmuggel mit Juden von Frankreich in die Schweiz.

 

Freitag, 17. Oktober 2014

Nathan der Weise als bürgerliches Trauerspiel?

 
 
Viele Leserinnen und Leser des dramatischen Gedichtes ,,Nathan der Weise‘‘ von G. E. Lessing diskutieren in letzter Zeit, ob sich das Werk als bürgerliches Trauerspiel interpretieren lässt. Das Drama handelt von Nathan, einem reichen, bürgerlichen Juden in Jerusalem, welcher seine christliche Pflegetochter Recha, während der Herrschaftsperiode des Sultans Saladin, unter Berücksichtigung prinzipieller Grundideen der Aufklärung erzieht. Im Folgenden werden einige Pro-Argumente  zum Aspekt des ehrlichen Mannes erörtert.
Nathan zeichnet sich durch nicht vorhandene, herrschende Gewalt aus. Er ist weder seiner Tochter gegenüber noch seiner christlichen Haushälterin Daja beherrschend. Ein gutes Beispiel dafür ist seine Gelassenheit bei dem Brand seines Hauses. Er gibt weder Daja noch sonst jemandem die Schuld für dieses Ereignis. Diese Verhaltensweise zeichnet seine geringfügige, beherrschende Art aus.
Im Weiteren sollte aufgezeigt werden, dass Nathan auch auf der sozialen, charakterlichen Ebene den Idealen eines ehrlichen Mannes entspricht. Er lässt als Jude eine christliche Haushälterin unter seinem Dach leben und ist weder dem christlichen Tempelherrn Leu von Filneck noch dem muslimischen Sultan Saladin gegenüber von religiösen Vorurteilen geprägt. Zusätzlich zeichnet sich seine soziale Ader durch das anstandslose Borgen von Geld an den Sultan aus.
Nathan ist ein intelligenter Mann. Was er nicht nur durch seine händlerischen Fähigkeiten unter Beweis stellt, sondern auch durch seine Raffinesse im Umgang mit Geld. Auch lässt sich seine Intelligenz im Umgang mit der Ringparabel aufzeigen. Mit dieser er den Sultan zur Besinnung bringt. Die Ringparabel definiert die Tatsache, dass jeder Glaube der Richtige ist.
Die wichtigste Eigenschaft des ehrlichen Mannes ist seine aufklärerische Weltanschauung. Bei Nathan zeigt sich diese durch die Tatsache, dass er als Jude eine Christin unter den Aspekten der Aufklärung erzogen hat. Des Weiteren zu betonen ist der Umstand, dass er den Sultan unter dem religiösen Aspekt der Zusammengehörigkeit aufgeklärt hat.
Meiner Meinung nach ist unter der Berücksichtigung des Merkmales des ,,ehrlichen Mannes‘‘ das Werk von Lessing in die Textgattung des bürgerlichen Trauerspiels einzuordnen. Die aufgezeigten Argumente haben meine Ansicht bestätigt.