Donnerstag, 4. September 2014


David ist Pauls bester Freund
Lukas Bärfuss Buch ‘‘Hundert Tage‘‘ handelt von zwei Personen, welche Paul und David heissen. Sie kennen sich von der Entwicklungshilfe in Kigali. Paul ist stellvertretender Koordinator, David ein Entwicklungshelfer. Paul ist Davids Vorgesetzter jedoch kennen sich die Beiden kaum. Paul hat eine Frau namens Ines. Im Folgenden werde ich erläutern, was dafür spricht, dass David Pauls bester Freund ist.

Für diese These spricht zunächst einmal, dass am Tag der Evakuierung aus Kigali David sich hinter dem Notstromaggregat versteckt, anstatt am Treffpunkt mit siebzig weiteren Personen zu erscheinen. Die Personen versammeln sich vor dem Meridien oder bei der französischen Schule. Marianne bemerkt sein Fehlen. Paul geht beim Haus Amsar vorbei und sucht David, jedoch findet er ihn nicht. Danach verschwindet Paul.

Im Weiteren spricht dafür, dass als David im Krankenhaus liegt, Paul beschliesst ihn zu besuchen, das wiederum zeugt von Freundschaft. Paul bringt ihm die neueste Ausgabe der Jeune Afrique, dazu in kleine Stücke geschnittenes und in Apothekertüten abgepacktes Obst.

Ein weiterer Aspekt für die Freundschaft der beiden ist, dass als David die internen Weisungen der Direktion missachtet, er nur noch bis Ende des Monats in Kigali bleiben solle und danach in die Zentrale versetzt werde. David will Marianne von seiner Wandlung überzeugen und dazu benötigt er die Hilfe des kleinen Pauls. Dieser spricht mit Marianne und bewegt sie dazu, die Versetzung rückgängig zu machen.

Ausserdem kommt hinzu, dass David selbst im Buch sagt, er sei Pauls bester Freund, und Paul sei sein bester Freund. Diese Aussage würde er nicht treffen, wenn er sie nicht ernst meinen würde.

Ein weiteres Argument dafür ist, dass Paul zu David geht, wenn er ein Problem hat. Er erzählt ihm, dass er Sex mit einer anderen Frau hatte und sie ihm die Seuche angehängt hat. Er hat Angst, er würde eines Tages Ines damit anstecken. Wenn David nicht Pauls bester Freund wäre, würde er ihm dies nicht erzählen, da dies etwas sehr persönliches ist.

Ein weiterer Grund dafür ist, dass Paul niemanden anderen hat, der ihm nähersteht. Aus diesem Grund sieht er David als seinen Besten Freund an. David findet diese Tatsache schrecklicher als eine Infektion, bis er selber bemerkt, dass wenn er jemanden um einem Gefallen bitten würde, Paul nehmen würde.

Meiner Meinung nach, bestätigt sich die These klar. Es gibt unzählige Gründe dafür und keine dagegen. Im Buch wird deutlich dargestellt, dass David Pauls bester Freund ist und umgekehrt, denn Beide haben sonst niemanden, der ihnen nähersteht. Aus diesem Grund helfen sie sich gegenseitig, wenn sie Probleme haben. 

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