David ist Pauls bester Freund
Lukas Bärfuss Buch ‘‘Hundert Tage‘‘ handelt von zwei Personen, welche
Paul und David heissen. Sie kennen sich von der Entwicklungshilfe in Kigali.
Paul ist stellvertretender Koordinator, David ein Entwicklungshelfer. Paul ist
Davids Vorgesetzter jedoch kennen sich die Beiden kaum. Paul hat eine Frau
namens Ines. Im Folgenden werde ich erläutern, was dafür spricht, dass David
Pauls bester Freund ist.
Für diese These spricht zunächst einmal, dass am Tag der Evakuierung aus Kigali David sich hinter dem Notstromaggregat versteckt, anstatt am Treffpunkt
mit siebzig weiteren Personen zu erscheinen. Die Personen versammeln sich vor
dem Meridien oder bei der französischen Schule. Marianne bemerkt sein Fehlen.
Paul geht beim Haus Amsar vorbei und sucht David, jedoch findet er ihn nicht.
Danach verschwindet Paul.
Im Weiteren spricht dafür, dass als David im Krankenhaus liegt, Paul
beschliesst ihn zu besuchen, das wiederum zeugt von Freundschaft. Paul bringt
ihm die neueste Ausgabe der Jeune Afrique, dazu in kleine Stücke geschnittenes
und in Apothekertüten abgepacktes Obst.
Ein weiterer Aspekt für die Freundschaft der beiden ist, dass als David
die internen Weisungen der Direktion missachtet, er nur noch bis Ende des
Monats in Kigali bleiben solle und danach in die Zentrale versetzt werde. David
will Marianne von seiner Wandlung überzeugen und dazu benötigt er die Hilfe des
kleinen Pauls. Dieser spricht mit Marianne und bewegt sie dazu, die Versetzung
rückgängig zu machen.
Ausserdem kommt hinzu, dass David selbst im Buch sagt, er sei Pauls
bester Freund, und Paul sei sein bester Freund. Diese Aussage würde er nicht
treffen, wenn er sie nicht ernst meinen würde.
Ein weiteres Argument dafür ist, dass Paul zu David geht, wenn er ein
Problem hat. Er erzählt ihm, dass er Sex mit einer anderen Frau hatte und sie
ihm die Seuche angehängt hat. Er hat Angst, er würde eines Tages Ines damit
anstecken. Wenn David nicht Pauls bester Freund wäre, würde er ihm dies nicht
erzählen, da dies etwas sehr persönliches ist.
Ein weiterer Grund dafür ist, dass Paul niemanden anderen hat, der ihm
nähersteht. Aus diesem Grund sieht er David als seinen Besten Freund an. David
findet diese Tatsache schrecklicher als eine Infektion, bis er selber bemerkt,
dass wenn er jemanden um einem Gefallen bitten würde, Paul nehmen würde.
Meiner Meinung nach, bestätigt sich die These klar. Es gibt unzählige
Gründe dafür und keine dagegen. Im Buch wird deutlich dargestellt, dass David
Pauls bester Freund ist und umgekehrt, denn Beide haben sonst niemanden, der
ihnen nähersteht. Aus diesem Grund helfen sie sich gegenseitig, wenn sie
Probleme haben.
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